Volleyball – Nordbayerische Meisterschaft U12

TSV Aschach sammelt wertvolle Erfahrung – Platz neun nach starkem zweiten Turniertag

Ein langes, aber unvergessliches Wochenende erlebten die U12-Volleyballerinnen des TSV Aschach bei der Nordbayerischen Meisterschaft am 7./8. März in Regenstauf. Schon früh begann die Reise: Bereits um 6.15 Uhr traf sich das Team am Parkplatz der Zehnthalle in Aschach, um die knapp dreistündige Fahrt in die Oberpfalz anzutreten. Für viele der sechs Spielerinnen war die Teilnahme an diesem hochklassigen Turnier ein besonderes Ziel – nicht zuletzt wegen der gemeinsamen Übernachtung im Hotel.

Trainer Christian Friedl und Co-Trainer Thomas Markert konnten auf einen kleinen, aber motivierten Kader bauen. Drei der Mädchen hatten bereits im vergangenen Jahr Turniererfahrung gesammelt. Damals hatte es das Team sogar bis zur Bayerischen Meisterschaft in Amberg geschafft und dort Platz 13 von 16 Mannschaften erreicht.

Starke Gegner am ersten Turniertag

Gleich im ersten Spiel traf der TSV Aschach – wie schon im Vorjahr – auf VG Hof. Während die Aschacherinnen den Gegner damals noch überraschen konnten, zeigte sich der diesjährige Turniersieger Hof technisch sehr stark und machte kaum Eigenfehler. Aschach musste sich 0:2 (17:25, 14:25) geschlagen geben.

Auch in den folgenden Partien der Vorrunde bekamen es die jungen Unterfränkinnen mit sehr nervenstarken und gut ausgebildeten Teams zu tun. Gegen TSV Ansbach setzte es eine 0:2-Niederlage (21:25, 15:25). Die Aschacherinnen kämpften jedoch um jeden Ball und konnten immer wieder auch ihre Neuzugänge und Anfängerinnen einsetzen. Belohnt wurde dieser Einsatz im dritten Gruppenspiel: Gegen VC DJK Amberg gelang ein überzeugender 2:0-Erfolg (25:10, 25:19) – der einzige Sieg des ersten Turniertages.

In der Zwischenrunde wartete anschließend ASV Veitsbronn, der sich als zu stark erwies. Aschach unterlag 0:2 (7:25, 10:25). Damit war der Traum von der Bayerischen Meisterschaft geplatzt.

Sonntag bringt die Wende

Am zweiten Turniertag entwickelte sich ein anderes Bild. Die Spiele verliefen nun deutlich enger und auf Augenhöhe – mit dem besseren Ende für den TSV. Gegen den Gastgeber TB/ASV Regenstauf setzte sich Aschach 2:0 (25:15, 25:17) durch.

Es folgte ein besonders spannendes Spiel gegen SV Hahnbach, das erst im Tiebreak entschieden wurde. Nach einem dramatischen ersten Satz (28:26) und einem verlorenen zweiten Durchgang behielten die Aschacherinnen im Entscheidungssatz die Nerven und gewannen 2:1 (28:26, 18:25, 15:10).

hinten: Thomas Markert, Mia Markert, Lena Seufert, Christian Friedl        Mitte: Luisa Tennie, Mailin Back, Elea Wehner, Julia Friedl (liegend)

Auch im letzten Spiel gegen VfB Einberg bewies das Team Nervenstärke und entschied beide Sätze knapp für sich – 2:0 (27:25, 25:22). Damit gewann der TSV alle Sonntagsspiele und sicherte sich am Ende einen starken 9. Platz unter 16 Mannschaften.

Teamgeist als Erfolgsfaktor

Vor allem die erfahrenen Spielerinnen übernahmen am zweiten Tag mehr Verantwortung. Gleichzeitig sorgten lautstarke Anfeuerungsrufe für zusätzliche Motivation.

Neben taktischen Tipps kümmerte sich das Trainerteam auch um die Versorgung: Obst, Süßigkeiten und Getränke sorgten für neue Energie. Die positive Atmosphäre im Team, der offene Umgang mit Fehlern und die gegenseitige Unterstützung erwiesen sich letztlich als kleiner psychologischer Vorteil gegenüber manchen Gegnern.

Auch als Schiedsrichter überzeugt

Zum Abschluss durften die Aschacherinnen sogar noch das Finale des Turniers pfeifen. Trotz der Strapazen eines langen Turnierwochenendes meisterten die jungen Spielerinnen ihre Aufgabe als Schiedsrichterinnen mit großer Konzentration. Co-Trainer Markert unterstützte sie dabei, während Trainer Friedl die korrekte Eingabe des elektronischen Spielberichts überwachte. Das technisch beeindruckende Endspiel bildete einen würdigen Abschluss.

So kehrte das Team schließlich mit vielen Eindrücken, schönen Erinnerungen und einem starken neunten Platz nach Hause zurück. Für die jungen Volleyballerinnen des TSV Aschach war es ein rundum gelungenes Turnier – und ein Erlebnis, das nicht nur sportlich, sondern auch für die Persönlichkeitsentwicklung wertvoll war.